Radfahren mit ICP – Leonie und ihr Therapierad Trix

10.07.2026
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Leonie wurde am 30. August 2011 in Frankfurt-Sachsenhausen geboren – nach einer Geburt, die dramatisch anders verlief als geplant. Ein Not-Kaiserschnitt, Verlust aller Lebenszeichen, Wiederbelebung: Der Start ins Leben war für Leonie nicht leicht. Die Folgen waren gravierend – sie lebt mit einer infantilen Cerebralparese (ICP), einer frühkindlichen Hirnschädigung, die nahezu alle Bewegungen ihres Körpers beeinflusst. Radfahren mit ICP ist dadurch alles andere als selbstverständlich.

Seitdem kämpft Leonie – mit Ausdauer, Lebensfreude und einem Umfeld, das sie stärkt. Jeden Tag. Jede Woche. Jede Therapieeinheit. Ihr Alltag gleicht einem Hochleistungssportprogramm: Physiotherapie, Ergotherapie, Feldenkrais, Reittherapie, Schwimmen, Logopädie, Galileo-Training – und bald wieder: Radfahren. Denn Leonie liebt es, sich zu bewegen. Frei zu sein. Autark. Dafür braucht sie kein Fahrrad von der Stange, sondern ein Therapierad für Kinder, das genau zu ihren Möglichkeiten passt.

Ein Bike, das mehr ist als ein Fahrrad

Ihr neues Therapiedreirad Trix von Hase Bikes ist für Leonie mehr als nur ein Fortbewegungsmittel – es ist ein Symbol für Selbstständigkeit. Dank einer speziellen Einhandbedienung, einer Kopfbremse und Wadenhaltern ist es perfekt auf Leonies Bedürfnisse angepasst. So wird aus dem Trix ein individuell angepasstes Therapierad für ein Kind mit Behinderung – stabil, sicher und trotzdem aktiv zu fahren.

Dabei war fast das gesamte Konstruktionsteam involviert – inklusive unseres Produktdesigners, der die individuellen Polsterungen speziell für Leonie entwarf und inhouse fertigen ließ. Auch unsere Beraterin aus dem Schaltwerk, Kristina, war vor Ort intensiv eingebunden: In persönlichen Gesprächen fand sie gemeinsam mit Familie und Technikern passgenaue Lösungen, holte Unterstützung aus Werkstatt und Konstruktion. Diese enge, direkte Zusammenarbeit ist eine echte Besonderheit – denn hier am Produktionsstandort in Waltrop zeigt sich, was lösungsorientierter Service wirklich bedeuten kann. Für Leonie geht es dabei nicht nur um Technik, sondern um das Recht auf eigenständige Mobilität.

Ein bewegtes Leben

Leonie kann sich nicht über gesprochene Sprache verständigen – aber sie kommuniziert klar über ihren Sprachcomputer „Tobii Dynavox“, ihre Mimik, ihre Augen, ihre Kunst. Sie malt, tanzt, lacht, hört Musik, geht gerne ins Kino, liebt Zoos, Konzerte und Menschen. Ihre Ausdruckskraft zeigt sich auch in Filmen und Projekten: etwa in „Und ob ich tanze“ oder ihrer Mitwirkung in Kampagnen wie bei Hyundai oder Prowalk.

Freunde findet Leonie überall, auch wenn sie nicht immer in der Nähe sind. Viele Freundschaften entstehen auf Rehas oder Projekten. Der Alltag macht es schwer, enge Freundschaften vor Ort zu pflegen – aber ihre Familie, ihre Assistentin in der Schule und digitale Verbindungen geben ihr Halt. Umso wichtiger sind Momente, in denen Leonie selbst aktiv sein kann – draußen, in Bewegung, auf ihrem eigenen Therapiedreirad.

Ein Mädchen mit großer Seele

Leonie ist aufmerksam, feinfühlig, hilfsbereit und keck. Sie hat einen wachen Blick auf die Welt, liebt Menschen – und findet Wege, sich mitzuteilen. Ihre Lebensfreude ist ansteckend, ihre Energie beeindruckend. Und wenn sie bald mit ihrem Dreirad von Hase Bikes unterwegs ist, dann fährt sie nicht nur einfach ein paar Runden – sie fährt ihren persönlichen Zielen „maximale Unabhängigkeit und Selbstbestimmtheit“ entgegen.

Selbstbewusst, frei und mit einem breiten Lächeln im Gesicht. Leonie zeigt, was ein Fahrrad für ein Kind mit Behinderung bedeuten kann: nicht nur Therapie, nicht nur Mobilität, sondern ein Stück Selbstbestimmung.

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Viel Freude mit den Geschichten über eure Erlebnisse mit unseren Rädern,
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