Das perfekte Fahrrad für den Alltag: Kirsten Hase und ihr Gravit CITY E

15.04.2026
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Seit den ersten Tagen im Kutscherhaus einer alten Arztvilla in Bochum sind Kirsten und Marec Hase ein Team. Damals, als sie tagsüber Fahrräder bauten und nachts Qualitätsprüfstände für die Fahrradindustrie betrieben, war irgendwann klar: Hier passiert gerade etwas, das ziemlich groß werden könnte. Dann zogen sie auf die Zeche Waltrop in die oberen Etagen der historischen Produktionshalle: gegen alle Zweifel, gegen die Warnungen von Beratern. „Wenn ihr das macht, seid ihr in zwei Jahren pleite“, hieß es. Doch Kirsten und Marec haben es einfach durchgezogen. Mit Unterstützung ihrer Eltern, mit dem Mut der Jugend – und mit einer riesigen Halle.

Kisten Hase im Schaltwerk von Hase Bikes

Alles, was heute entstanden ist, wuchs organisch – auf eine gesunde Weise. Kirstens beruflicher Werdegang begann mit der Ausbildung zur Töpfergesellin. „Ich wollte nach dem Abitur unbedingt etwas mit den Händen machen, etwas schaffen, das man anfassen kann“, erzählt Kirsten. „Bis heute erdet mich Töpfern.“

Und diese Liebe zum Handwerk prägt ihr Gespür für gute Produkte. Ihre beiden Söhne sind mit dem Unternehmen groß geworden – haben mitten in der Produktionshalle zwischen Fahrrädern und Ideen gespielt. Ob die Jungs das Unternehmen irgendwann übernehmen möchten? „Wir haben immer gesagt: Geht euren Weg, macht, was euch glücklich macht – wir schauen dann.“ Dass ihr ältester Sohn nun den Bachelor of Engineering im elterlichen Unternehmen macht, erfüllt dennoch beide mit Stolz.

Kirsten selbst fährt das Gravit CITY E – ein leichtes, wendiges Lastenrad. „Perfekt zum Einkaufen, nicht anstrengend, überall parkbar – warum sollte ich noch mit dem Auto fahren?“ lacht sie. Manchmal werde sie gefragt, ob Marec die Räder für sie gebaut habe – schließlich ist sie durch eine Hüftdisplasie motorisch eingeschränkt. Ihre Antwort ist klar: „Nein. Ich fahre ganz gewöhnliche Räder – früher sogar Mountainbike downhill!“ Aber vielleicht kann sie sich durch ihre eigene Erfahrung in andere hineinversetzen. Ihr eigenes Therapierad als Kind war hässlich und demütigend – das hat sie geprägt. „Ich will, dass Menschen mit Einschränkungen schöne, coole, großartige Produkte bekommen.“

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